HiFi-Industrie kämpft mit Halbleiterengpässen – HiFi News

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Der Mangel an Elektronik-Chips sorgt bei Herstellern und Zulieferern für zunehmende Schwierigkeiten. In der Autoindustrie begannen die Probleme bereits im Dezember 2020 und führten zu Kurzarbeit. Kommende Woche schickt der Autobauer Audi annähernd 10.000 Mitarbeiter in Ingolstadt und Neckarsulm in Kurzarbeit.

Leider greift der Bauteilemangel auch im HiFi-Bereich um sich. So erhöht Métronome die Gerätepreise um 5 %. Métronome begründet dies mit stark erhöhten Beschaffungspreisen.

Halbleiter sind aktuell Mangelware
Halbleiter sind aktuell Mangelware | Bild: Manseok Kim

Lieferprobleme durch Fabrikbrand

Es wird argumentiert, dass die Fabrik des Zulieferers Asahi Kasei Microsystems im vergangenen Oktober durch ein Feuer stark beschädigt worden und es seitdem zu Engpässen bei der Herstellung kommt. Die Vorräte von Métronome für Audio-Chips von Asahi Kasei Microsystems sind inzwischen erschöpft und müssen am Markt zu stark gestiegenen Preisen beschafft werden.

Neben Nétronome gibt es viele Hersteller, die bei der Analog-Digital- und bei der Digital-Analog-Wandlung auf die Chips des angesehenen Herstellers setzen.

Der chinesische Distributor „CGoC Industrial Electronics“ befürchtet sogar drastische Auswirkungen auf die Versorgungsketten vieler Hersteller. Folgende Chips werden auf absehbare Zeit nicht mehr beziehbar sein:

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  • AKM D/A-Wandler: AK4332, AK4331, AK4432, AK4382, AK4385, AK4373, AK4396, AK4431, AK4456, AK4490, AK4493, AK4495
  • Möglicherweise auch AKM A/D-Wandler: AK5384, AK5385, AK5386, AK5397, AK5534

Erschwerend kommt hinzu, dass die Chip-Produktion in Europa auf dem Weltmarkt nur noch eine untergeordnete Rolle spielt, eine Ersatzbeschaffung innerhalb Europas ist daher kaum möglich.

Getrieben durch die Not der heimischen Industrie versucht die Politik aktuell durch Gespräche u. a. mit Taiwan das Angebot an verfügbaren Chips zu erhöhen.

Der voraussichtliche Trend

Ob das zum gewünschten Erfolg führen wird, ist fraglich. Im Moment sieht es so aus, als ob auch andere Hersteller der Unterhaltungsindustrie bald die Preise nach oben anpassen werden. Ein guter Grund jedenfalls, geplante Anschaffungen nicht auf die lange Bank zu schieben und jetzt noch zu den alten Preisen seine Wunschkomponente erwerben.

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