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Fisch Performance P7 Oyaide 037
Netzkabel Fisch Performance P7 mit Oyaide Stecker Typ 037 Silber/Rhodium | Bild: Frank Wacker

Liebe auf den ersten Ton

An wie viele audiophile Sternstunden erinnern Sie sich, die Ihr Musikempfinden für immer verändert haben? Bei mir sind es ein gutes Dutzend. Die erste liegt mehr als 35 Jahre zurück: Ende der 80er Jahre verbrachte ich ein Jahr als Schüler in Kanada. Dort liefen in einem Hifi- und High-End-Laden ein Paar übermannshohe, fast einen halben Meter breite, aber nur eine Handbreit tiefe Lautsprecher mit Eichenholzrahmen an champagnerfarbenen, bierkastengroßen Monoblöcken.

Der Name »Infinity« mit dem goldenen Unendlich-Zeichen als Logo auf den Schallwandlern sagte mir nichts, brannte sich aber zusammen mit der Produktbezeichnung Kappa 9 in meine Erinnerung ein, weil ich Musik nie zuvor so raumfüllend, völlig von den Lautsprechern losgelöst, fein, sphärisch und gleichzeitig dynamisch gehört hatte. Später erfuhr ich, dass die Kappas zu den Traumschallwandlern ihrer Zeit gehörten. Stand heute würde ich es mir sicherlich noch körperhafter, natürlicher und präziser wünschen, doch rückblickend war es meine audiophile Geburtsstunde. Mitte der Neunziger gönnte ich mir dann von meinem Azubigehalt ein Paar Infinity Kappas 8.2, die zwar nicht mehr aus der Feder von Firmengründer Arnie Nudell stammten, aber mir viele Jahre Hörspaß bereiteten, später im Surroundsetup spielten und heute – modifiziert – bei einem Freund besser denn je klingen.

Das erste Mal – was bringen hochwertige Netzkabel?

Der 16. Mai 2009 war ein weiterer audiophiler Glücksmoment. An diesem Tag lieferte Wolfgang Fehringer, Inhaber der »Stereo Galerie« in Stuttgart, uns fürs Wohnzimmer ein All-In-One-Gerät von AVM sowie die Standboxen Audio Physic Tempo 6. Zur Inbetriebnahme und richtigen Aufstellung saugte der AVM C5 über das beiliegende Netzkabel Strom, was sich schon vielversprechend anhörte. Bis Herr Fehringer die Standardstrippe durch ein Modell mit sieben, fast faustgroßen metallisch schimmernden Elementen ersetzte, die über das Kabel verteilt waren – mein erster Kontakt mit dem Performance P7 Netzkabel von Fisch Audiotechnik. Ich hatte keinerlei Erwartungshaltung, was passieren würde, weil ich mich zuvor nie mit dem Thema Strom beschäftigt hatte.

Neue Erkenntnis: Erst mit dem richtigen Netzkabel spielt die Musik

Schon bei den ersten Takten klappte mir innerlich die Kinnlade herunter, denn ich hörte nicht nur Nuancen: Unabhängig von der CD spielte Musik plötzlich dermaßen fein- und grobdynamisch auf den Punkt, dass es mich spontan an ein Livekonzert erinnerte, auf dem sich Künstler und Publikum gegenseitig anfeuern und beide über sich hinauswachsen. Das ließ nicht nur bei Upbeat-Stücken das Herz höherschlagen, auch langsame Titel berührten durch die deutlich feinere, ausdrucksstärkere Phrasierung stärker. Seit diesem Augenblick bin ich Timing-Fan. Auch die Räumlichkeit profitierte im Vergleich zur Beipackstrippe: Beim Opener »The Daily Growl« des Lambchop Kultalbums »Is a woman« ertönte der Flügel rechts echter und um mehrere Meter nach hinten versetzt, Kurt Wagner stand in voller Lebensgröße, klarer umrissen in der Bühnenmitte und sang noch sonorer und natürlicher.

Nicht billig, aber preiswert und jeden Cent wert

Als die Metallcore-Scheibe »Dead Alive« von Soul Embraced im Laufwerk des AVM-All-In-One rotierte, drückten mich die Doppelbassattacken von Drummer Lance Garvin tiefer ins Sofa als mit der Standardnetzstrippe, so machtvoll schoben sie die Lautsprechermembranen in den Raum. Am meisten beeindruckte mich, als ich hörte, wie der Doppelbass die Felle an unterschiedlicher Stelle traf – das hatte ich zuvor nie bemerkt. »Gekauft«, sagte ich zu Herrn Fehringer – und fragte vorsichtig nach dem Preis.

In Anbetracht des Gebotenen rechnete ich mit einem vierstelligen Betrag, lag der Klanggewinn doch in etwa auf dem Niveau, das uns das höherwertige All-On-Gerät und die größeren Boxen beim Probehören im Laden bescherten. Beide zusammen kosteten rund 2000 Euro mehr als das ursprünglich anvisierte Setup. Umso mehr freute ich mich, dass das Fisch Performance P7 noch im dreistelligen Bereich lag.

Sollten Sie jetzt zusammenzucken und denken »Der spinnt«, verstehe ich das. Bis zum 16. Mai 2009 wäre ich nie auf die Idee gekommen, so viel Geld für ein Netzkabel auszugeben – gut, dass es Händler wie Herrn Fehringer gibt, die sich davon nicht abschrecken lassen und uns audiophile Glücksmomente bescheren. Zum Vergleich stöpselte er noch weitere Netzkabel im Preisbereich zwischen 100 und 500 Euro ein. Alle waren besser als die nun dünn, oberflächlich und harsch klingende Beipackstrippe, aber keines konnte dem Fisch Performance P7 auch nur annährend das Wasser reichen: Mit dem P7 spielte die Anlage noch ausdrucksstärker und echter.

Sauberer Strom? Heute ein Mythos

Zwar kursiert in Hifi-Kreisen weiterhin die Mär, spezielle Netzkabel oder –filter seien nur Abzocke, doch seit dem 16. Mai 2009 erlebe ich immer wieder das Gegenteil, was mir nach weiteren Recherchen auch einleuchtet. Früher brummte kurz vor einem Handyanruf mein Subwoofer, wenn das Handy im selben Zimmer lag – ein klassisches Beispiel dafür, dass Hochfrequenzübertragungen stören können. Seit der Subwoofer mit einem Fisch Performance Netzkabel Strom zieht, herrscht Ruhe.

Ein befreundeter Elektrotechnikingenieur, der persönlich mit dem Thema Elektrosmog wenig anfangen kann, riet uns dennoch beim Umbau zum Einbau konventioneller Trafos für die Niedervoltbeleuchtung, weil Schaltnetzteile nieder- und hochfrequente Störspannungen über das Stromnetz verteilen – und die stecken mittlerweile in fast allen elektrischen Geräten: von Steckernetzteilen, über LED-Lampen bis hin zu Fernseher und Haushaltsgeräten. Unsere neue Waschmaschine eines deutschen Premiumherstellers, die laut Entwickler auch zum Mond fliegen könne, weil der Chip mehr Rechenpower besitze als die Mondrakete Saturn 5, stört so stark, dass das Radio in der Waschküche bei eingeschalteter Maschine nur noch rauscht – egal ob UKW- oder DAB+-Empfang.

Störungen gelangen auf zwei Wegen ins Gerät: Erstens direkt über das Stromnetz, zweites indirekt über das Stromnetz: Jedes Kabel wirkt wie eine Antenne, sendet die bereits auf dem Stromnetz vorhandene Störfrequenzen und empfängt über die Luft übertragene Störungen. Wie stark sich Letzteres auswirkt, zeigt sich auch daran, dass gut gemachte Netzkabel zwischen einer hochwertigen Netzfilterleiste und dem Hifi-Gerät einen großen Klanggewinn bringen – was auch daran liegt, dass die vom Gerät selbst abgegebenen Störfrequenzen weniger stark abgestrahlt werden. Viele der von mir noch folgenden Klangbeschreibungen beziehen sich auf diesen Einsatz.

Schriftzug Berlin
Berlin | Bild: Esther/Pexels

Ich bin ein Berliner: Fisch Audiotechnik, die kleine Netzkabelmanufaktur

Diplomingenieur Joachim Fisch beschäftigt sich schon seit 1995 mit der audiophilen Stromaufbereitung und produziert in seiner kleinen, inhabergeführten Manufaktur in Berlin nur Netzleisten und -kabel in Handarbeit. Bei seinen Messversuchen entdeckte er manch erstaunliches: So ließen sich zum Beispiel die Schaltimpulse von Verkehrsampeln auf dem Stromnetz messen und ein selbstgebauter Radioempfänger empfing im Nebenraum die Taktsignale der Clock im CD-Spieler. Die Basis der Performance-Netzstrippe bildet ein geschirmtes 3×2,5-qm-Kabel, das nach seinen Vorgaben in Frankreich produziert wird. »Zu diesem Kabel kam ich wie die Jungfrau zum Kind, denn der Produktionschef ist Hifi-Fan und verstand sofort, was ich brauchte«, erzählt Joachim Fisch.

Markenzeichen sind die faustgroßen, über das Kabel verteilten Ferrite, die Störstrahlung in Wärme umwandeln. Die Bezeichnung im Produktnamen steht für die Anzahl der Ferrite: Die Spanne reicht vom P1 mit einem Ferrit, das über das P3 und P5 (3/5 Ferrite) bis hin zum P7 mit sieben Elementen. Je mehr Ferrite zum Einsatz kommen, desto breitbandiger die Wirkung – die Kunst besteht darin, unterschiedliche Ferrite so zu kombinieren und auf dem Kabel zu verteilen, dass Störstrahlung möglichst effektiv ohne Dynamikeinbußen reduziert wird.

Und so viel schon vorweg: Joachim Fisch beherrscht dies hervorragend. Beim Anbringen der Stecker (Konfektionierung) achtet das Fisch-Team auf möglichst geringe Übergangswiderstände, alle Produkte werden mit 50 Ampere Stromstärke getestet – das schafft Reserven für die vor allem von fetten Endstufen geforderten Stromspitzen: Eine Sicherung im Haus fliegt schon bei Stromstärken von mehr als 16 Ampere raus.

Fisch Performance Netzkabel mit Standardstecker
Fisch Performance Netzkabel mit Standardstecker | Bild: Frank Wacker

Rettung aus der Klangnot: Fisch Performance Netzkabel, die zweite.

Dass auch die kleineren Fisch Performance Netzkabel jeden Cent wert sind, erlebte ich ein paar Wochen später nach der Auslieferung der Wohnzimmeranlage: Mit dem alten Geräteturm, bestehend aus CD-Spieler sowie Vor- und Endstufe, Kompaktboxen und Subwoofer richtete ich mir ein kleines Hörzimmer ein, damit ich meine Death-Metall- und Hardcore-Scheiben hören kann, ohne dass meine Frau flüchten muss. Doch die erste Inbetriebnahme glich einem Trauerspiel: Statt raumerfüllend und energiegeladen, trötete die Musik wie aus einem auf dem Tisch stehenden Billigradio vor sich hin – kein Vergleich zu unserer früheren Wohnung als die Anlage in einem deutlich größeren Raum stand.

Nuancen? Von wegen, zwischen der Standardstrippe und dem Fisch Performance mit Entstörgliedern liegen Welten

Einem inneren Impuls folgend, stattete ich der Stereo Galerie einen Besuch ab und nahm unterschiedliche Netzkabel mit nach Hause – auch wenn damals nur die Endstufe den Tausch zuließ, alle anderen Geräte besaßen fest installierte Strippen. Die ersten Hörversuche mit den Modellen von MFE, TMR und dem Fisch Performance P0 (Version ohne Ferritkerne) verliefen allerdings frustrierend, änderte sich doch nicht wirklich etwas am Ghettoblaster-Sound, dem jegliche Räumlichkeit abging.

Innerlich stellte ich mich schon darauf ein, dass der Wunsch der Zweitanlage ausgeträumt sei und stöpselte zum Schluss noch das Fisch Performance P3 ein, die Variante mit drei Ferrit-Entstörgliedern – plötzlich entstand einen weiterer Glücksmoment, denn der Raum riss förmlich auf, das ganze Klangbild gewann an Substanz und Ausdruckskraft. Meine Frau auf der gegenüberliegenden Seite des Stockwerks (!) rief, was ich denn gemacht hätte: Jetzt klänge es endlich leicht und unbeschwert – sie war heilfroh, dass ihr zuvor muffeliger Ehemann wieder gute Laune hatte.

Einen guten Eindruck über das damals erlebte liefert das erste Lied »Cruzifix« der Metallcore CD True Defiance von Demon Hunter: Die ersten 15 Sekunden hören sich an wie eine uralte Monoaufnahme, die flach, gepresst und dünn aus der Mitte der imaginären Bühne plärrt – dann kommt auf einen Schlag das fette Stereopanorama und es geht die Post ab.

True Defiance - Demon Hunter
True Defiance – Demon Hunter

Klangbooster: Netzkabel für CD-Spieler, Vorstufe und Subwoofer

Diese Erfahrung entfachte meine Neugier und ich probierte das in der Fisch-Audio-Hierarchie darüber positionierte P5 (5 Entstörglieder). Wieder staunte ich: Der Bass legte unabhängig vom Musikstil dermaßen an Tiefe, Schwärze, Präzision und Druck zu, dass man einen zusätzlichen, mächtigen Subwoofer vermutet hätte. Außerdem klangen Flügel und Streicher noch eine Spur natürlicher.

Logische Konsequenz: Ich ließ Kaltgerätebuchsen in CD-Spieler, Vorstufe und Subwoofer einbauen, um auch an ihnen Netzkabel unterschiedlicher Hersteller zu probieren, letzten Endes machten aber wieder die »Fische« das Rennen – und zwar das P7 in der Edelversion mit Netz- und Kaltgerätesteckern von Oyaide, die in Japan produziert werden. Als Oyaide-Importeur bietet Joachim Fisch diesen Service an.

Welchen Stecker hätten Sie denn gerne? Weiteres Potenzial fürs Klangtuning

Auch hier gilt: Hat man den Unterschied zwischen den verschiedenen Steckern einmal gehört, erübrigt sich jegliche Diskussion, ob sich etwas tut. Zur Auswahl stehen drei Typen mit identischem Grundaufbau, deren robuste, vibrationshemmende Konstruktion Technikerherzen höherschlagen lässt. Litzenkabel kann man auch ohne Aderendhülsen anschließen, was Übergangswiderstände reduziert.

Die je aus einem Stück gefertigten Steckerkontakte bestehen im Kern aus desoxidierter Phosphorbronze. Sie verbindet hohe elektrische Leitfähigkeit mit enorm starker Federkraft und ermöglicht einen dauerhaft hohen Anpressdruck – was ebenfalls Übergangswiderstande minimiert. Die von zweifach von Hand durchgeführte Spiegelpolitur verdichtet die Phosphorbronze so stark, dass Oyaide die nun folgenden Edelmetalllagen – sie verhindern die klangschädliche Oxidation der Phosphorbronze – ohne Nickelsperrschicht aufbringen kann. Letztere braucht man normalerweise, weil unedlere Metalle durch den Kontakt mit edleren korrodieren. Sie wirkt aber wie eine Klangbremse. Die Steckertypen unterscheiden sich durch die bei ihnen verwendeten Edelmetalle:

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Klang Atelier Berlin
  • rotes Steckergehäuse, Typnummer 079: zwei Lagen 24-karätiges Gold,
  • blauer Korpus, Version 037: erste Lage Silber, darüber als Oxidationsschutz Rhodium
  • hellrote Version, Nummer 046: Gold plus noch langlebigeres Palladium als Überzug

Gold, Silber, Rhodium oder Palladium: Wie die Kontaktveredelung von Netz- und Kaltgerätesteckern den Klang verändert

Als ein Freund bei uns die AVM-Audio-Physik-Kombi hörte, gönnte er sich rund ein halbes Jahr nach uns ebenfalls das Vergnügen. Die Boxen waren identisch, allerdings besaß sein AVM-Gerät schon Endstufen in Class-D-Technik, die eine etwas andere Abstimmung erforderten als bei uns. Aus diesem Grund hatte Stereogalerie-Chef Herr Fehringer bei der Auslieferung fast ein Dutzend Netzkabel dabei, unter anderem drei Fisch P7, je einmal ausgestattet mit Oyaide Gold-Steckern (079), Gold-Palladium (046) und Silber-Rhodium (037).

Sie deklassierten allen anderen Strippen in Sachen Räumlichkeit und Feinauflösung deutlich, doch jedes setzte unterschiedliche Schwerpunkte. Das P7 in der Gold-079-Variante malte wunderbar warme Klangfarben, wirkte aber zu ruhig und füllig, während die Gold-Palladium-046-Kombi Natürlichkeit mit einem gehörigen Schuss Dynamik verband – und fast das Rennen gemacht hätte, denn das zu Testzwecken laufende Bläserkonzert klang unglaublich echt.

Doch beim P7 mit den Silber-Rhodium-037-Verbindern, das auch bei unserer AVM-Audio-Physik-Kombi zu Hause den Strom zieht, groovte die Musik durch das unglaublich präzise Timing einfach noch besser, auch wenn es insgesamt etwas kühler wirkte als die beiden Modelle mit Gold-Anteil. Würde mein Freund nur Klassik hören, hätte er sich für das P7 mit den Gold-Palladium-046-Steckern entschieden, unterm Strich machten mit der Silber-Rhodium-037-Version durch das sensationelle Timing aber unterschiedliche Musikstile mehr Spaß – von Klassik, über Rock bis hin zu Metall Core. Seither feiert auch er audiophile Sternstunden.

Fisch Performance P7 mit Oyaide Stecker Typ 046
Fisch Performance P7 mit Oyaide Stecker Typ 046 (Gold-Palladium) | Bild: Frank Wacker

Nicht mess-, aber hörbar: Die audiophile Wahrheit jenseits der Messwerte

Diese Hörerfahrungen machten drei Personen unabhängig voneinander (mein Freund der Käufer, ein weiterer guter Bekannter und ich), weil wir uns erst nach den Hörtests austauschten – das hatten wir vorher so besprochen, um eine gegenseitige Beeinflussung auszuschließen. »Messtechnisch habe ich noch keine Erklärung für die Unterschiede zwischen den Oyaide-Steckern, aber es gibt sie«, erklärt Joachim Fisch – in diesem Punkt sind sich mittlerweile viele Entwickler in der Hifi-Branche einig, dass sich nicht alles messen lässt, was man hören kann.

Eine Fülle an Abstimmungsmöglichkeiten dank der unterschiedlichen Steckertypen

Die Tests an der Anlage im kleinen Hörzimmer bei mir zu Hause zeigten, dass es für jedes Gerät eine eigenständige Lösung gibt, die in meinem Fall wie folgt aussieht: P7-Gold-Palladium-046 an der Endstufe, P7-Silber-Rhodium an Vorstufe und CD-Spieler, Subwoofer P3 (mal schauen, wann hier weitere Upgrades folgen …).

In genau dieser Konfiguration spielt die Musik unabhängig von der Stilrichtung mit je nach Aufnahme mehr oder weniger großer Bühne in allen drei Dimensionen (Breite, Tiefe und Höhe) dermaßen auf den Punkt, dass keiner still sitzen bleiben kann, jede Phrasierung sitzt und ich – gefühlt – eins mit den Interpreten bin – ein weiterer audiophiler Glücksmoment. Manch Hörer:in brach schon in Tränen aus, weil die Darbietung so berührte. Tauscht man die Kabel zwischen CD-Spieler und Endstufe, klingt es plötzlich fahrig, es fehlt an Ausdruck und Räumlichkeit, die Höhen wirken gedeckelt. Ersetzt man die Silber-Rhodium-Variante der Vorstufe gegen Gold-Palladium wird es dumpf und lasch wie hinter einem Schleier.

Räumlichkeit, Bass, Dynamik und Klangfarbenreichtum: Fisch Performance fürs Heimkino

Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Fisch Audiotechnik Performance Netzkabeln zeigten sich auch bei der Surround-Anlage mit Surroundverstärkern von NAD, Rotel und Yamaha. Das P3 vergrößerte die Bühnenbreite und -tiefe um mehrere Meter. Als ich die eingangs erwähnten Infinity Kappas durch geerbte B&W 804 N ersetzte, fehlte es plötzlich bei Filmen und Musik jeglicher Stilrichtung an Bass – was so sehr ins Gewicht fiel, dass wir das Plus an Feinauflösung und Klangfarbentreue gar nicht richtig genießen konnten. Vielleicht sorgte ja das P5 für ein vernünftiges Fundament? Tatsächlich brachte es die gleichen Klangfortschritte wie an der Endstufe im kleinen Hörzimmer: Endlich hatte der Bass Schub und Schwärze, ohne dass er zu dick auftrug – wieder handelte sich nicht um Nuancen, sondern um deutlich hörbare Verbesserungen.

Oyaide Stecker
Oyaide Stecker Typ 079 mit zwei Lagen 24-karätiges Gold | Bild: Frank Wacker

Mehr Entstörglieder = besser Klang.
Das Upgrade lohnt immer – auch mit Oyaide-Netzsteckern

Doch es ging noch mehr – wie das Fisch Audiotechnik Performance 7 zeigte: Der Bass gewann weiter an Kontur, die noch klarer gestaffelte Bühne legte in allen Dimensionen zu, natürlich Instrumente wie Flügel, Streicher, Akustikgitarren oder ein Saxophon klangen noch echter. Weil es sich um die Normalversion des P7 handelte, tauschte ich Kaltgeräte- und Netzstecker gegen Oyaide-Silber-Rhodium-037-Modelle – die Wahl fiel auf diesen Typ, weil die tonale Abstimmung der Surroundanlage noch etwas auf der wärmeren Klangfarbenseite lag.

Seit dem Boxtausch bin ich noch am Feintuning – was ja auch großen Spaß macht, schließlich wünsche ich mir auch hier audiophile Glücksmomente. Am meisten überraschte mich der Zuwachs an Energie: Über den gesamten Frequenzbereich klang es durchhörbarer und intensiver, Instrumente materialisierten sich vor dem inneren Auge und die Musik ging so direkt ins Herz wie eine Infusion ins Blut – das hatte mir und anderen bis jetzt bei der Surroundanlage im Vergleich zu den anderen Setups im Haus gefehlt. Außerdem funkelte der Hochtonbereich noch ausgeprägter, das Volumen des Aufnahmeraums legte zu und alles in allem wirkte die Performance neutraler.

Soeben hörte ich die CD Night of the Hunters von Tori Amos. Ich mag ihr 12. Studioalbum, weil es einen auf ein emotionale Achterbahnfahr schickt. Der Opener »Shattering Sea« beginnt dem Tori- Amos-typischem zornigem Flügelspiel, das durch die Oyaide-P037-Stecker am P7 so bedrohlich wirkt, dass es mich fröstelt – so mächtig klingt halt nur ein von der Anlage richtig gut wiedergegebener großer Flügel. Die kurz darauffolgenden scharfen Streichereinsätze (O-Ton der laut.de-Kritik vom 16. September 2011) sind klarer hörbar und werden plastischer abgebildet als zuvor.

Sie wirken wie ein Gefühlsbooster und als Tori Amos singt, wird sofort klar, das Gehörte passt: » That is not my blood on the bedroom floor, that is not the glass that I threw before«… Die Intensität von Spiel und Gesang nimmt weiter zu bis nach gut zwei Minuten das Tempo rausgenommen wird und Tori Amis den Refrain singt. »Shattering Sea – Close my eyes – Close my eyes«. Die feiner ausschwingenden Hallanteile wabern noch breiter und tiefer durch den Raum und schaffen einen spannenden Kontrast zu den klassischen Instrumenten.

Auch günstige Anlagen profitieren von Fisch Performance Netzkabeln

Auch an günstigen Aktivlautsprechern brachten uns das Fisch Performance P3 Netzkabel zum Staunen. Zur Hochzeit schenkten wir einem jungen Paar kompakte Aktivmonitore, die leider kaum noch erhältliche Klipsch R15PM. Durch einen sehr positiven Test von Stefan Schickedanz (schreibt für Audio, Stereoplay, Lowbeats etc.) darauf aufmerksam geworden, bestellte ich sie zum Probehören. Ehrlich gesagt, waren meine Frau und ich richtig baff und konnten die Begeisterung von Herrn Schickedanz voll unterschreiben.

Doch als ich die Standardnetzstrippe durch das Fisch P3 ersetzte, haute es uns fast vom Hocker. Die Miniböxchen zauberten plötzlich einen tiefen, sauberen Bass in das kleine Hörzimmer, der Raum gewann wie eine Kuppel an Tiefe und Höhe, Stimmen und Instrumente klangen natürlicher, der musikalische Fluss legte zu – es gab keinen Zweifel, das Fisch P3 musste als Dreingabe mit dazu, obwohl es fast so viel kostete wie die Boxen, denn das Gehörte ließ so manche deutlich teurere Anlage im Bekanntenkreis ohne vernünftige Netzkabel alt aussehen.

Was einmal mehr hörbar belegte: Die Verkabelung besitzt Komponentenstatus. Mittlerweile freut sich nicht nur das junge Paar darüber, sondern auch die musikalische Verwandtschaft staunt, wie gut Musik über eine Hifi-Anlage klingen kann und kommt für Hörsessions vorbei.

Es geht noch mehr: das neue Fisch Audiotechnik Perfomance P9 Premium

Derzeit feilt Netzkabelprofi Joachim Fisch an seinem neuesten Topmodell, dem Fisch Audiotechnik Performance P9 Premium. Aufgrund der derzeit schwierigen Liefersituation ist noch nicht absehbar, wann die finale Version endgültig auf den Markt kommen wird, beim Angebot, mir ein Vorserienmuster schon einmal zu einem ersten Hör-Check zu schicken, kribbelten mir natürlich die Ohren – die nicht enttäuscht wurden: Das mit besonders hochwertigen Oyaide P004 (Kontaktmaterial Berryliumkupfer mit Platin-Palladium-Veredlung) konfektinierte Netzkabel trennt im Vergleich zum P7 mit Oyaide-Steckern das Klanggeschehen noch sauberer ab, gibt jedem Klangkörper noch mehr Volumen, löst noch feiner auf, veranstaltet ein Feuerwerk an Klangfarben und strafft den Bass.

Das erste Lied »Listen to the Lambs« der CD Deliah Blue von Joshua Kadison beginnt mit einem Gospelchor. Mit dem Performance P9 wirkt der Raum größer, die Sängerinnen haben ein Extraportion Soul in der Stimme, der Chor singt noch akzentuierter und ist an den Rändern schärfer abgegrenzt, Hallfahnen schweben feiner aus. Als Joshua Kadisons Stimme einsetzt, steht er ebenfalls klarer umrissen im Vordergrund, der Abstand zwischen ihm und dem Chor ist ähnlich, wirkt durch mehr Feinstinformationen aber realistischer. Außerdem kommt der Bass straffer und durchhörbarer, wodurch die Spielfreude des gesamten Stückes zulegt.

Um es kurz zu machen: Das Performance P9 bleibt und sobald die finale Version erhältlich ist, folgt ein ausführlicher Testbericht mit Vergleichen der unterschiedlichen Steckertypen. Neben dem Oyaida P004 gibt es auch noch eine Version mit det kostspieligeren Oyaide M1e/F1-Steckerkombi, die auf das gleiche Kontaktmaterial wie der P004 setzt, aber ein Metallgehäuse besitzt. Darunter gibt es eine Version mit Steckern, die hochwertiger sein werden als die Standard-Varianten von Fisch Audiotechnik und günstiger als Oyaide – ich bin gespannt.

Fisch Performance P9
Backstage: Fisch Performance P9 an AVM-All-In-One | Bild: Frank Wacker

Fazit: Fisch Audiotechnik Performance Netzkabel bescheren einem audiophile Glücksmomente

Wer nach höchsten Klangweihen strebt, kann noch so viele Komponenten austauschen, wie er will, ohne hochwertige, audiophile Netzkabel verpasst man viel vom musikalischen Zauber. Meine Erfahrung zeigt, dass es mehr bringt, sein Budget auf das Gerät und ein hochwertiges Netzkabel zu verteilen als ein teureres Gerät mit weniger leistungsfähigen Powerstrippen zu betreiben. Bei den Fisch Audiotechnik Performance Netzkabel ist das Name Programm, gehören sie für mich doch zu den Preis-Leistungs-Hits in ihren Klassen. Schon mit dem Fisch Audio Performance 3 legt die Anlage mächtig zu, doch wenn es das Budget zulässt, lohnt sich das Upgrade, gerne auch mit Oyaide-Steckern. Welches Modell am besten zu Ihrer Anlage und Ihrem Hörgeschmack passt, hören nur Sie. Deshalb: ausprobieren – es lohnt sich, sofort zuzuschlagen. Derzeit gelten noch die alten Preise, die aufgrund aktueller Preiserhöhungen aber nach oben gehen werden.

Fazit Frank Wacker

Preise

  • Fisch Performance P3/P5/P7 (1,5 m): 415/585/755 €
  • Aufpreis Oyaide Gold 079/Silber-Rhodium 037/Gold-Palladium 046: rund 280 €

Kontakt

FISCH Audiotechnik
Bergstr. 92
D-12169 Berlin
GERMANY
Tel.: 0049 (0)30 6248651
Fax: 0049 (0)30 6248053
E-Mail: info@fisch-audiotechnik.de

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