Scharfe S-Laute, was kann ich tun?

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Das kann ganz schön nerven: Zischelnde und scharfe S-Laute, die bereits bei geringer Lautstärke zu hören sind. Dabei ist es eigentlich nicht so schwer die Ursache zu finden und für Abhilfe zu sorgen. Lassen Sie uns dabei ein wenig helfen.

Lautsprecherchassis | Bild: Jabbacake

Die Ursache

Zum einen beruhen Nervositäten, die sich in Zischeln und scharfen S-Lauten äußern, auf Netzstörungen und einfachen (Schalt-)Netzteilen, die gerne in preiswerteren Geräten verbaut werden. Darüber hinaus können auch Kabel diesen Effekt unterstützen.

Soweit die Theorie. Doch wo findet man diese Charaktertypen und was kann man dagegen tun?

Quellgeräte

Quellgeräte reagieren sehr empfindlich auf Störungen von außen, sehr preiswerte können aufgrund einfachster Schaltnetzteile (Rotstift) ein eigener Stör-Erzeuger werden.

Lösungsansatz:

  1. Geräte mit externem Netzteil:
    Tausch gegen ein Linearnetzteil
  2. Geräte mit internem Netzteil:
    Netzfilter und/oder ein Eupen Ferritstromkabel verwenden (funktioniert natürlich auch bei 1.).

Beide unter 2. genannte Maßnahmen wirken in unterschiedlichen Frequenzbereichen und reduzieren Störeinflüsse. So kann mal die eine, mal die andere Maßnahme von Vorteil sein.

Versilberte Litzenkabel

Litzenkabel neigen im Vergleich zu Solidcore-Adern eher zum Zischeln, versilberte Varianten noch stärker. Besonders bei sehr preiswerten, versilberten als auch Vollsilberkabeln, kann es aufgrund unreinem Silber schneller zu harschem und unruhigem Klang führen.

Steckernetzteile

Einfachste Stecker-Netzteile für Beleuchtung, Handy, Router, usw., die im gleichen Stromkreis und der Phase wie die Anlage angeschlossen sind, können je nach Aufbau auch zurück ins Stromnetz streuen und die Netzteile der Hifi-Anlage stören.

Lösungsansatz:

Netzteile, die nicht zur Anlage gehören, idealerweise auf einer anderen Phase betreiben. Es spricht auch nichts dagegen, einen Netzfilter davor zu setzen. Besonders dann, wenn man sie am gleichen Sicherungsautomat (Phase) betreiben will.

Werbung:

Audioplan

Verbindung mit TV

Ist der TV per elektrischem SPdiF- oder Cinchkabel mit der Anlage verbunden, wird Brummspannung indiziert. Dies kann von Brumm- und Knistergeräuschen bis zu unruhiger Musikwiedergabe führen.

Lösungsansatz:

Den TV von der Anlage galvanisch entkoppeln, und zusätzlich das Antennensignal säubern. Eine wirkungsvolle Lösung für das Antennensignal stellt ein Mantelstromfilter in der Antennenleitung dar.

Mantelstromfilter von Goldkabel, Details unter https://amzn.to/380Pfq9

Für die galvanische Entkopplung verwenden sie zwischen TV und Anlage besser ein Lichtleiterkabel, statt eines Cinch oder SPDiF. Hier finden Sie einige Beispiele auf amazon.de: https://amzn.to/3mr60jL.

Sind keine optischen Anschlüsse vorhanden, kann man dies auch mit einem Konverter aus dem Zubehörhandel realisieren.

Exkurs – Auswirkung von Netzfiltern

Fertige 230V Netzfilter, die man vor einzelne Geräte, oder der ganzen Hifi-Anlage vorschaltet, können sowohl Fluch, als auch Segen erreichen. Einfache Industrie-Filter können klanglichen Dynamikverlust mit sich bringen.

Ebenso ein bedecktes, sehr träges und dunkel wirkendes Klangbild erzeugen. Je nach Situation sollte ein Praxistest entscheiden.

Normalerweise sind sogenannte Power Conditioner und gefilterte Hifi-Netzleisten so ausgelegt, das Aspekte für eine gute Musikwiedergabe mit eingeflossen sind.

Werbung:

ASR Emitter leidenschaftlich gut