VORTEX HiFi Ground Optimizer MKII – HiFi Test 2

Lesedauer: ca. 15 Minuten

Im Grunde wollen wir doch alle dasselbe: entspannt Musik hören. Doch das ist oft leichter gesagt als getan. Ein Grund: Elektrosmog, der in unserem Körper Stress auslöst. Hier helfen die VORTEX Hifi Ground Optimizer, indem sie Störungen vernichten – und zu einem unglaublichen Musikerlebnis führen.

Wow! Dieses Wort muss einfach direkt am Anfang dieses Testberichts stehen. Alles andere würde den Erfahrungen, die ich in den letzten zwei Monaten mit den VORTEX Hifi Ground Optimizern gemacht habe, nicht gerecht werden. Und selbst „Wow!“ ist noch eine Untertreibung. Aber der Reihe nach.

Vortex Ground Optimizer II
Ground Optimizer II | Foto: Daniel Plaßmann

Ich darf mich glücklich schätzen, dass ich mit der Hardware meiner Anlage absolut zufrieden bin. Als Quelle nutze ich einen Laptop mit dem JRiver Media Center. Es erlaubt mir – wie andere Player natürlich auch –, eine Raumkorrektur-Datei einzubinden (Faltung). Diese bügelt alle Raummoden aus und sorgt zudem für ein zeitrichtiges Impulsverhalten der Lautsprecher. Aus meiner Sicht der größte Klanggewinn, den ich mit einer einzelnen Maßnahme jemals erzielt habe. Meinen Devialet-Verstärker gebe ich auch nicht mehr her. Ja, wahrscheinlich wird es ein paar Geräte geben, die noch ein bisschen besser klingen. Aber die werden deutlich im fünfstelligen Bereich liegen. Und bei aller Hifi-Liebe: Das werde ich niemals auf den Tisch legen.

Gleiches gilt für meine Lautsprecher – eine modifizierte Version der Duetta, der langjährigen Selbstbau-Referenz von Klang&Ton. Ich habe über die Jahre verschiedene Fertiglautsprecher der Preisklasse 15.000 Euro plus gehört – und dachte mir jedes Mal: Danke, Klang&Ton, für diesen traumhaften Lautsprecher (der mich knapp 3.000 Euro an Material gekostet hat)!

Warum ich das erzähle? Weil selbst bei einer solchen Anlage, bei der es aus meiner Sicht keinen Sinn mehr macht, in bessere Geräte zu investieren, unglaubliche Klanggewinne möglich sind – und das zu verhältnismäßig geringen Preisen. Alles, was man dazu braucht, sind die VORTEX Hifi Ground Optimizer (GO).

Die Produkte

Meine bisherigen Erfahrungen mit VORTEX sind überschaubar: Von ein paar Jahren habe ich die Iraser-Löschstäbe getestet. Diese minimieren die klangschädlichen Informationen in Kabeln und Steckern, aber auch auf Oberflächen wie Spiegeln und Möbeln und verbessern dadurch die Klangwahrnehmung. Das Ergebnis war beeindruckend – aber nichts im Vergleich zu dem, was die GO bewirken würden.

Da ich bislang keine Erfahrung mit den GO gemacht hatte, war ich der perfekte Kandidat für den Test der aktuellen zweiten Generation dieser Produkte. Norbert Maurer, der führende Kopf hinter VORTEX, suchte einen Hifi-Redakteur, der seine jüngsten Produkte sozusagen jungfräulich und unvoreingenommen unter die Lupe nimmt – quasi als Gegenstück zu dem im April 2023 erschienenen Testbericht meines Kollegen Frank Wacker. Er ist bereits langjähriger Fan und Nutzer, hat mit VORTEX-Produkten sein ganzes Haus entstört (mehr dazu gleich unter „Wirkungsweise) – und konnte somit den geübten und direkten Vergleich zwischen den MK2-Versionen und der ersten Generation der GO anstellen.

Bevor das Testmaterial überhaupt an mich verschickt werden konnte, war ein ausführliches Telefonat mit Herrn Maurer nötig. Da ich den Test alleine – also ohne professionelle Unterstützung durch einen Händler oder durch Herrn Maurer selbst – durchführen würde, mussten wir klären, welche Störquellen es in meinem Haus geben könnte. Und welche GO zur Entstörung benötigt würden. Dazu führte ich Herrn Maurer per Videocall durch die einzelnen Räume und wir machten folgende vermeintliche Hauptstörquellen aus: den WLAN-Router sowie meinen Fernseher samt zusätzlicher Aktivboxen im ersten Stock; und meine eigentliche Hifi-Anlage wie oben beschrieben, die im ausgebauten Keller steht. Nach dem Telefonat checkte ich alle freien Eingänge an den betreffenden Geräten und schickte Maurer eine entsprechende Liste. Erst jetzt konnten die GO überhaupt angefertigt werden – in Handarbeit übrigens. Denn je nach Einsatzort wird jeder GO individuell konfektioniert und ausgeliefert: Auf der einen Seite haben alle GO einen Netzstecker für die Steckdose, auf der anderen je nach Ausführung bis zu fünf Gerätestecker – möglich sind Cinch, XLR M, XLR F, DIN, BNC, Gabelschuh, Banana, USB (A, B oder C), LAN, 3,5mm Klinke, 6mm Klinke und HDMI.

Die GO gibt es aktuell in drei Versionen:

  • GO1 MK2 (weiß mit einem Gerätestecker)
  • GO2 MK2 (blau mit bis zu fünf Gerätesteckern)
  • GO3 MK2 Sigma (grün mit bis zu fünf Gerätesteckern)

Die drei Versionen unterscheiden sich im Preis und in ihrer Leistungsfähigkeit: 1 ist die Basisversion, 3 das Flaggschiff. Für alle drei Versionen gilt übrigens: Die Netzstecker müssen unbedingt phasenrichtig angeschlossen werden. Das geht am einfachsten mit einem Spannungsprüfer-Schraubenzieher, der sozusagen das stromführende Loch der Steckdose mithilfe eines kleinen Lämpchens anzeigt. Der Netzstecker muss nun so eingesteckt werden, dass sich der mit dem grünen VORTEX-V versehene Knubbel auf dem Netzsteckergehäuse auf eben dieser stromführenden Steckdosenseite befindet.

Von links nach rechts: GO1 MK2, GO2 MK2 und GO MK2 Sigma | Foto: Daniel Plaßmann

Das Test-Set

Das Paket, das ein paar Wochen später bei mir ankommt, ist bis zum Anschlag vollgepackt – und überfordert mich zunächst etwas. Ein weiteres Telefonat mit Maurer bringt dann aber Klarheit. Und einen Plan, wie ich vorgehen werde:

  • Die drei GO mit USB-Stecker in den MK2-Versionen 1, 2 und 3 sind für den Anschluss an meinen Musik-Laptop gedacht, um die Unterschiede zwischen diesen drei Versionen zu testen – damit werde ich an meiner Hifi-Anlage im Keller starten.
  • Ein weiterer GO3 MK2 mit USB-Stecker ist für meinen Router gedacht; der GO3 MK2 mit HDMI-Stecker für meinen Fernseher (und die daran über den Kopfhörerausgang angeschlossenen Aktivboxen) – hiermit werde ich im ersten Stock etwas zeitversetzt parallel zum Keller weitermachen.
  • Der GO3 MK2 Sigma mit LAN- und Cinchsteckern ist für meinen Devialet-Verstärker gedacht (der LAN-Stecker für die digitale Verstärkersektion, die beiden Cinchstecker für den einzigen analogen Eingang) – den hebe ich mir für den Schluss auf.
  • Außerdem liegen noch eine Sprühflasche Surface Optimizer und ein Fläschchen Nano Diamond Contact Oil Sigma bei für den letzten „Feinschliff“ – die beiden Produkte lege ich (zunächst) zur Seite.
  • Zu guter Letzt gibt es noch drei Power Optimizer MK2 (kleine Netzfilter-Kästchen für die Steckdose). Diese benötige ich jedoch nur, falls die Wirkung der GO nicht überzeugen sollte – deshalb lege ich auch sie zur Seite.

Die Wirkungsweise

In einem Satz: Die GO beseitigen die Massestörungen der Geräte. Oder wie es Maurer auf der VORTEX-Website sehr anschaulich formuliert: Die GO sind der Mülleimer für Massestörungen. Ohne zu sehr ins Detail zu gehen: Jedes elektronische Gerät erzeugt Massestörungen. Diese lassen sich auch messen. Maurer benutzt dafür einen feldbasierten Phasenprüfer, der – ans Gehäuse eines Gerätes gehalten – anschlägt, wenn kein GO zum Einsatz kommt, und verstummt, sobald der GO angeschlossen wird. Eben diese Massestörung wird über das Kabel des GO in den Netzstecker geleitet. Dort befindet sich eine spezielle Entkopplungsschaltung aus Kondensatoren, Widerständen und weiteren Bauteilen, die die Störung zu mindestens 98 Prozent vernichtet.

Nun könnte man zu Recht fragen, was das alles soll, da die Masse ja nicht das eigentliche Klangsignal beeinflusst. Das stimmt – Maurer geht es mit seinen Produkten aber um etwas ganz anderes: Elektrosmog und die negativen Auswirkungen, die dieser in Form von Stress auf den Hörenden ausübt. Den Elektrosmog, den mehr oder weniger jedes moderne elektronische Gerät über Schaltnetzteile, Prozessoren, WLAN-Funktionen sowie andere Bauteile und Funktionen ausstrahlt, will Maurer mit seinen Produkten bestmöglich eliminieren. Nur dann können wir – so sein Ansatz – Musik emotional wahrnehmen, da sie nicht im Ohr, sondern im Gehirn „spielt“. Und je entspannter wir sind, umso mehr Details und Klangfarben können wir wahrnehmen.

Die Test-Ground Optimizer | Foto: Daniel Plaßmann

Die GO führen deshalb wie gesagt die Massestörungen ab, die sich ansonsten als Störfelder über die ganze Hifi-Anlage ausbreiten (und im Endeffekt über alle weiteren elektronischen Geräte in der ganzen Wohnung) – und durch diesen Elektrosmog-Stress unsere Wahrnehmung verschlechtern. Neben der eigentlichen Entkopplungsschaltung sind die GO – je nach Version – zusätzlich mit Halbedelsteinen, Diamanten sowie bis zu über 100 Informationen/Schwingungsmustern versehen. Diese wirken sich positiv auf den menschlichen Organismus und speziell auf unser Nervensystem aus. Und im Endeffekt dann eben auch auf unsere Wahrnehmung von Musik, von Fernsehbildern – und auf unser Wohlbefinden insgesamt.

Wen das genauer interessiert, dem sei diese VORTEX-Website empfohlen. Dort finden sich ausführliche Erklärungen mit Grafiken, Messdaten und einem Erklärvideo. Mich persönlich interessieren die technischen Hintergründe ehrlich gesagt immer nur am Rande. Was für mich zählt, ist zuallererst die Performance im Hörraum – und die hat es (wie bereits angedeutet) in sich.

Der Hör- (und Seh-)Eindruck

Ich starte mit dem weißen GO1 MK2, also der günstigen Basisversion, den ich – phasenrichtig! – an den vordersten Steckplatz meiner Netzleiste setze (dort entfaltet er laut Maurer seine beste Wirkung). Anschließend verbinde ich ihn per USB-Stecker am anderen Ende mit meinem Musik-Laptop. Diesen betreibe ich für diesen Test zunächst im Netzbetrieb, da dabei natürlich Massestörungen entstehen (im Akkubetrieb eigentlich nicht, aber dazu später mehr…).

Maurer selbst hatte mich im Vorfeld darauf hingewiesen, dass es möglicherweise zu einer Erstverschlechterung kommt, bevor die positive Wirkung spätestens nach drei Tagen einsetzt. Davon merke ich aber nichts. Im Gegenteil: Bereits nach zwei, drei Minuten tut sich etwas beim Detailreichtum und der musikalischen Fülle. Zuerst noch etwas vage bei den sehr ruhigen Elvis-Presley-Coverversionen „Love Letters“ und „Tomorrow is a long Time“ von Barb Jungr. Deutlicher dann bei Kari Bremnes‘ Ballade „Nytt imellom oss“ – hier ist plötzlich unüberhörbar mehr Bass vorhanden (im positiven Sinn). Und zweifelsohne dann bei den beiden Pop-Nummern „Stole the Show“ von Kygo feat. Parson James und der Instrumentalversion des Alphaville-Klassikers „Big in Japan“ vom remasterten Album „Forever Young“. Hier springt mich die Musik förmlich an, als wären die Bands von der imaginären, weiter entfernten Bühne direkt in meinen Hörraum gesprungen. Von allem ist plötzlich mehr da: mehr Dynamik, mehr Details, eine bessere Ortbarkeit und ein druckvollerer Bass.

Zeit für ein erstes „Wow!“. Denn das war lediglich der erste GO. In der Basisversion. Nach wenigen Minuten!

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Ich warte drei Tage und setze meinen Hörtest fort. Und schon folgt das zweite „Wow!“. Bei „Love Letters“ ist der letzte Hauch von Kühle, der mir bei dieser Aufnahme manchmal auffällt, einer sehr warmen, angenehmen und gleichzeitig unglaublich detaillierten Stimmung gewichen. Davon profitiert vor allem die Stimme – es scheint fast, als hätte ich Jungr zu einer Live-Performance zu mir nach Hause eingeladen. Aber auch das Cello gewinnt enorm an Plastizität: Die sanften Nebengeräusche, mit denen der Bogen über die Saiten streicht, lässt das Instrument in 3D vor meinem geistigen Auge erscheinen.

Dasselbe gilt auch für das Cello und die Bratsche bei „Tomorrow is a long Time“ – plastisch und wunderschön facettenreich. Bei Brian Flanagans „Whole Lot of Livin“ fällt mir der Detailreichtum vor allem beim Gesang auf. Fast könnte man von einer neuen Klangfarbe in Flanagans Stimme sprechen, so gravierend sind die Unterschiede. Gleichzeitig erlebe ich eine ungemeine Ruhe und Ordnung im Klangbild. Harfe, Gitarren und Klavier stehen sauber getrennt vor meinem geistigen Auge und spielen doch absolut harmonisch miteinander. Bei „Stole the Show“ erhärtet sich der erste Höreindruck: Mit dem vollen Arrangement ab 1:30 Minute springt die Musik eine Ebene nach vorne in den Raum. Die Details bei den Percussions und der knackigere Bass machen einfach nur Spaß. Auch bei „Big in Japan“ nehme ich zum ersten Mal Synthesizer- und Percussion-Effekte wahr, die mir bislang entgangen waren. Und die Räumlichkeit, der Hall, die Größe der Bühne – vor allem die Tiefe – sind schlichtweg überwältigend.

Und das alles soll sich mit dem GO2 und dem GO3 weiter steigern lassen? Klare Antwort: ja!

Ich persönlich habe den Sprung vom keinem GO zum Basis-GO als den größten wahrgenommen. Aber die Schritte vom GO1 zum GO2 und schließlich zum GO3 sind trotzdem enorm. Und einmal beim GO3 angekommen, gibt es auch praktisch kein Zurück mehr. Das Tolle ist einfach, dass es tatsächlich immer noch besser geht – auch wenn ich es in Worten nur mit „noch mehr Details, noch mehr Dynamik, noch mehr Plastizität, noch mehr…, noch mehr…, noch mehr…“ beschreiben kann. Da hilft nur: selbst ausprobieren!

Das war allerdings nur der erste Schritt meines umfänglichen Testprogramms. Parallel hatte ich nämlich irgendwann auch einen GO3 an meinen Router angeschlossen. Hier ist mir jedoch keine bewusste Verbesserung aufgefallen. Dann habe ich jedoch einen weiteren GO3 in einen HDMI-Eingang meines Fernsehers gesteckt. Und was dann passierte, war wieder einfach „Wow!“. Ehrlich gesagt eher „Wooooooooooow!!!“.

Bild und Ton verbessern sich gleichzeitig – und zwar so, als ob sich beide gegenseitig übertreffen wollen. Das Bild wird – wenn mir der Ausdruck erlaubt sei – einfach geil. Fast könnte man von 3D sprechen, so plastisch stellt der Fernseher plötzlich Objekte und Personen dar („Wednesday“ auf Netflix in Dolby Vision). Zudem steigt der Kontrast, Farben werden intensiver, die Bildtiefe nimmt extrem zu („Final Space“ auf Netflix in Ultra 4K HDR). Das Bild wirkt wie aufpoliert. Gleichzeitig erzeugen die kleinen, aber feinen Nubert-Aktivboxen eine Räumlichkeit, die ich bis jetzt nicht erlebt habe. Geräusche kommen von so weit rechts oder links oder hinten, dass ich immer wieder erstaunt zu den Lautsprechern schaue und denke: „Wie geht das denn bitte?“ Zudem sind – wie bereits bei meiner großen Anlage im Keller – viel mehr Details hörbar, der Sound ist dynamischer, anspringender und gleichzeitig viel angenehmer. Kurz: So gut habe ich zuvor noch nie Fernsehen geschaut.

Fehlt aber immer noch der GO3 MK2 Sigma für meinen Devialet-Verstärker. Also zurück in den Keller.

Ground Optimizer von VORTEX Hifi

Im Laptop steckt nach wie vor der GO3 MK2, der bereits einen erstaunlichen Klanggewinn gebracht hat. Nun schließe ich einen weiteren GO3 MK2 an den Verstärker an – zunächst nur über den LAN-Stecker, um die Digitalsektion zu entstören.

Was soll ich sagen? Es wiederholt sich genau das, was auch schon beim Laptop passiert ist. Nur dass das hier auch noch mal „on top“ kommt, der Klang sich also noch weiter steigert. Das Ausmaß an nun wahrnehmbaren Details ist verrückt, die Natürlichkeit und Lässigkeit unglaublich. Dazu noch mehr Dynamik und ein Bass, der perfekt kontrolliert ist. Dieses Plus im Bass zeigt sich nach drei Tagen Wartezeit beim Track „E du nord“ von Kari Bremnes auf erstaunliche Weise: In meinem Regal beginnt irgendetwas zu wackeln, obwohl die Lautstärke am Verstärker exakt gleichgeblieben ist und ich im ganzen Raum nichts verändert hatte (außer den zweiten GO3 anzuschließen).

Ich stecke zusätzlich die Cinchstecker des GO3 in den einzigen Analog-Eingang des Devialet – und erwarte ehrlich gesagt keine weitere Verbesserung. Denn soweit ich den Aufbau des Verstärkers kenne und verstehe, geht das analoge Signal direkt in einen A/D-Wandler – und wird ab da wie ein direkt eingespeistes Digitalsignal behandelt. Doch weit gefehlt: Die Verbesserung ist zwar nicht so groß wie beim Anschluss des LAN-Steckers. Aber für ein paar zusätzliche Details reicht es auch dieses Mal – schön zu hören bei den wenigen Vocal-Effekten der Instrumentalversion von „Big in Japan“, die noch mehr Hall erzeugen. Und auch die Dynamik von Bass und Percussions nimmt noch einmal zu.

Jetzt interessiert mich natürlich noch, ob der GO3 an meinem Laptop auch dann einen Unterschied macht, wenn dieser im Akkubetrieb läuft. Ich selbst höre immer nur im Akkubetrieb, weil die Musik dann besser klingt – einfach entspannter und klarer. Eigentlich dürfte der GO hier nichts bewirken, weil ohne angeschlossenes Netzteil keine Massestörung auftreten kann. Eigentlich… Denn tatsächlich bewirkt der GO3 MK2 auch in diesem Fall ein stimmigeres Gesamtbild mit mehr Glanz, Genauigkeit und vielen Details, die sich perfekt ergänzen. Der Unterschied ist etwas kleiner als im Netzbetrieb, aber immer noch gut hörbar. Und ein weiteres „Wow!“ wert.

Nano Diamond Contact Oil Sigma und Surface Optimizer Spray
Nano Diamond Contact Oil Sigma (2 ml) und Surface Optimizer Spray (50 ml) | Foto: Daniel Plaßmann

Zu guter Letzt krame ich noch mal in dem Paket und hole das Spray und das Öl heraus – für den letzten Feinschliff. Beide Produkte haben einen eigenen Test verdient, deshalb hier nur ganz kurz: Das Spray informiert Oberflächen aus Kunststoff und Holz, damit sie sich positiv auf unsere Wahrnehmung auswirken. Ich habe damit einfach mal mein Rack, die Unterseite meines Laptops und meine Lautsprechergehäuse behandelt – und war von dem sofortigen Mehr an Glanz und Klarheit so begeistert, dass ich nahezu alles, was sich einsprühen lässt, eingesprüht habe. Das Öl wiederum wird an Schnittstellen auf die Stecker aufgetragen. Es entstört diese Schnittstellen, reduziert sowohl Übergangswiderstände als auch Wirbelströme und wirkt sich dadurch ebenfalls positiv auf unsere Wahrnehmung aus. Ich habe es an insgesamt 17 Kontakten rund um die Aktivboxen an meinem Fernseher ausprobiert – an Netz- und Cinchverbindungen gleichermaßen. Und kann nur sagen: Was für eine Wunder-Tinktur! Ich höre wieder einmal deutlich mehr Details, alles ist klarer und räumlich besser sortiert. Und der Bass so knackig und direkt wie noch nie. Einfach unglaublich!

Das Fazit

Dieser Testbericht muss enden, wie er begonnen hat – mit einem „Wow!“ Was die GO bewirken, ist einfach erstaunlich. Und das Beste daran ist: Es scheint nach oben hin offenbar kein Limit zu geben – es geht immer noch besser. Deshalb mein Rat an alle, die ihre Anlage deutlich aufwerten wollen, ohne in neue Geräte, Kabel oder Lautsprecher investieren zu müssen: unbedingt ausprobieren! Selbst die günstige Basisversion macht bereits richtig Spaß. Und die Topversion süchtig.

Der Preis

Die Basisversion GO 1 MK2 kostet 199 Euro – es gibt sie nur mit einem Anschlussstecker nach Wahl. Der GO 2 MK2 startet bei 399 Euro mit einem Anschlussstecker nach Wahl, jeder weitere kostet 200 Euro – maximal fünf Stecker sind möglich (dann 1.399 Euro). Die Topversion GO 3 MK2 Sigma ist mit einem Anschlussstecker für 599 Euro zu haben – hier kostet jeder weitere Stecker 300 Euro, der Fünfer entsprechend 2.099 Euro.

Wer noch feinschleifen will: Das Surface Optimizer Spray (50 ml) kostet 99 Euro. Das Nano Diamond Contact Oil Sigma (2 ml) schlägt mit 49 Euro zu Buche.

Vertrieb

Bellevue Audio GmbH
Kessebürener Weg 6
59423 Unna
Telefon: 02303 / 3050178
www.bellevueaudio.de

Hersteller

VORTEX Hifi
Wahlscheider Straße 14
53797 Lohmar
Telefon: 02206 / 9074361
www.vortexhifi.de

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